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Sarah Schweizer besucht Waldeckhof

Nach Wegfall von ESF-Projekt - Neues Finanzloch bei der SAB


Die aktuelle Arbeitsmarktpolitik und Möglichkeiten der Finanzierung der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung gGmbH (SAB) in Göppingen waren Gesprächsthemen beim Besuch der CDU-Landtagsabgeordneten Sarah Schweizer auf dem von der SAB betriebenen Waldeckhof in Jebenhausen.


Die Finanzierung der SAB und damit der Erhalt von über 200 Arbeitsplätzen von schwer vermittelbaren und zum Teil psychisch kranken Menschen steht erneut auf der Kippe. Grund ist ein plötzlich nicht mehr gefördertes Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Noch weiß SAB-Geschäftsführer Karin Woyta nicht, wie sie das sich für 2022 auftuende Finanzloch schließen kann. Für Woyta ist dies erneut ein Rückschlag in ihrem Bemühen, die SAB auf ein solides finanzielles Fundament zu stellen und ein neuer Beweis dafür, dass die Grundfinanzierung der „neuen Arbeit“ durch den Staat nicht stimme.

Finanzierungsfragen und mögliche Projekte waren dann auch Themen beim Gespräch mit der CDU-Landtagsabgeordneten Sarah Schweizer, die sich nach einer Führung über den Waldeckhof tief beeindruckt von den Leistungen und Angeboten der SAB zeigte. Sie ermunterte zugleich Geschäftsführerin Karin Woyta, ihre zahlreichen Kontakte in die verschiedenen politischen Ebene zu nutzen, um für den Weiterbetrieb der SAB zu kämpfen und sagte hier ihre Unterstützung zu, denn, so Schweizer:


„Die SAB leistet hier hervorragende Arbeit mit Menschen am Rande unserer Gesellschaft“.

Ungeachtet der neuen finanziellen Probleme für die SAB konnte Schweizer aber auch Positives erfahren. So freute sich Schweizer darüber, dass die auf dem Waldeckhof produzierten Waren nicht nur mehrfach für ihre Qualität ausgezeichnet wurden, sondern auch viele treue Abnehmer haben. In diesem Zusammenhang berichtete Woyta, in Kürze in der Poststraße in Göppingen (neben dem von der SAB betriebenen „Suppentöpfle“) eine Filiale des Hofladens zu eröffnen.


Berichten konnte Woyta auch über das erfolgreiche Projekt „Casa Nova“, über das Frauen, überwiegend mit Migrationshintergrund, in der Hauswirtschaft geschult werden. Hierzu gab es jüngst auch eine finanzielle Förderung vom Land, die Staatssekretär Patrick Rapp vom Wirtschaftsministerium bei einem Besuch auf dem Waldeckhof zusagen konnte. Karin Woyta berichtete, dass man das Projekt in verschiedene Module aufgeteilt habe. Für jedes erfolgreich absolvierte Modul erhalte die Teilnehmerin ein Zertifikat, das derzeit noch die SAB ausstelle. Ziel sei es jedoch, so Woyta, eine externe Organisation zu finden, die das Lernziel anerkenne und bescheinige und damit die Ausbildung noch einmal aufwerte. Angesichts der vielen Themen regte Sarah Schweizer an, den Informationsaustausch mit Karin Woyta in regelmäßigen Abständen fortzusetzen.