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Über 400 Stunden für den Wildtierschutz

  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

      

Landtagsabgeordnete Sarah Schweizer (CDU) lädt Rehkitzrettungsteams in den Stuttgarter Landtag ein

 

Stuttgart. Kurz vor Beginn der Mahdsaison haben sich mehr als 60 ehrenamtliche Rehkitzretterinnen und Rehkitzretter aus ganz Baden-Württemberg zu einem Erfahrungsaustausch im Landtag getroffen. Eingeladen hatte die Landtagsabgeordnete und jagdpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Sarah Schweizer, die das jährliche Treffen bereits zum vierten Mal organisiert hat.

 

„Jedes Kitzrettungsteam ist Jahr für Jahr im Schnitt über 400 Stunden im Einsatz und rettet über 160 Wildtiere. Neben Rehkitzen werden dabei regelmäßig auch andere Tiere wie Feldhasen, Stockenten oder Fasane vor dem sicheren Mähtod bewahrt. Dieses Engagement macht unsere Rehkitzretterinnen und Rehkitzretter zu echten Helden der Artenvielfalt“, betont Sarah Schweizer, die sich als Vorsitzende des Vereins SchwabenKitz auch persönlich in der Rehkitzrettung engagiert. „Der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras hat sich mittlerweile als Standard etabliert. Gerade bei Drohnenflügen in Schutzgebieten brauchen wir jedoch einen spürbaren Bürokratieabbau. Da müssen wir von Landesseite noch einmal ran,“ fordert die Landtagsabgeordnete.

 

Neben dem Erfahrungsaustausch standen auch neue Entwicklungen und rechtliche Vorgaben im Mittelpunkt. Als Referenten waren der Leiter der Obersten Jagdbehörde Baden-Württemberg, Jörg Ziegler, sowie der Justiziar der Obersten Jagdbehörde, Alexander Hötz, zu Gast. Deutlich wurde, wie komplex die Rechtslage beim Einsatz von Drohnen ist. Um die Regelungen im Blick zu behalten, können Rehkitzretterinnen und Rehkitzretter das „dipul Map Tool“ des Bundesverkehrsministeriums verwenden, das die Vorschriften für alle Fluggebiete in Deutschland auf einer Karte anzeigt.

 

Der Wildtierschützer Alexander Dreher informierte zum Abschluss über den richtigen Umgang mit Rehkitzen. Seit 2020 hat er über 100 verwaiste Rehkitze erfolgreich aufgezogen und ausgewildert und in mehr als 3.000 Fällen beratend unterstützt. Für dieses Engagement wurde er im vergangenen Jahr mit dem Tierschutzpreis des Landes ausgezeichnet. 

Die Vorbereitungen für die neue Kitzrettungssaison laufen bereits auf Hochtouren. Im Mai und Juni werden die meisten Einsätze erwartet. Unterstützung kommt weiterhin vom Bund: Die Anschaffung von Drohnen wird in diesem Jahr erneut durch das Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert. Noch bis zum 30. Juni können Kitzrettungsvereine einen Zuschuss von bis zu 3.000 Euro beantragen.


Hintergrund

In Baden-Württemberg engagieren sich mehr als 100 Vereine und Initiativen für die Rettung von Rehkitzen, indem sie Wiesen vor der Mahd absuchen. Rehkitze ducken sich bei Gefahr ins hohe Gras und werden dadurch häufig Opfer des Schneidwerks, mit dem die Wiesen gemäht werden. Durch größere zusammenhängende Flächen, kürzere Erntephasen sowie den Einsatz von Mähmaschinen mit großer Schnittbreite hat die Gefahr für die im Gras abgelegten Rehkitze in den vergangenen Jahren weiter zugenommen. Vor allem im Mai und Juni, den Monaten der Heumahd, sind die Kitzrettungsteams überwiegend in den frühen Morgenstunden im Einsatz. Als Standard hat sich der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras etabliert.



 
 
 

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