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Viele Jugendliche nicht reif für eine Ausbildung

Personalchefs zeichnen düsteres Bild – Initiativkreis diskutiert mit CDU-Abgeordneten


Kreis Göppingen. Die Ausbildungsreife von Jugendlichen macht der Wirtschaft große Sorgen. „Die Schwächen in Mathematik, Deutsch und bei der Allgemeinbildung drücken die Qualität der Bewerber um Ausbildungs- aber auch um Studienplätze“, so die CDU-Landtagsabgeordnete Sarah Schweizer, die sich zusammen mit dem bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Becker, mit Personalchefs und Pädagogen aus dem Landkreis Göppingen getroffen hat.


Die Personalchefs, wie beispielsweise der Firma Allgaier aus Uhingen oder Mink Bürsten aus Göppingen, sowie weitere Pädagogen, haben sich zu einer von Professor Dieter Kassner geleiteten Initiative zusammengeschlossen, um mit Unterstützung der Politik die Diskrepanzen zwischen Anspruch und Realität in Einklang zu bringen. Die Teilnehmer zeichneten beim Treffen mit den Abgeordneten Sarah Schweizer (Göppingen) und Alexander Becker (Rastatt) ein eher düsteres Bild der derzeitigen Situation.


Grundfähigkeiten und -Fertigkeiten der Auszubildende nähmen stetig ab, formuliert der Personalleiter eines größeren mittelständischen Betriebs. Schulabgängern fehle die persönliche Reife. Sein Unternehmen, es beschäftige rund 100 Lehrlinge, biete Nachhilfeunterricht für alle im ersten und zweiten Lehrjahr an. „Auf die in der Schule vergebenen Noten kann man sich nicht mehr verlassen“. Schwächen vor allem im Fach Mathematik, sieht auch der Personalchef einer Uhinger Firma. Von jährlich acht Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg gingen drei bis vier wegen Schwächen in der Mathematik verloren. Der Geschäftsführer eines Göppinger Betriebs sieht Schwächen der Jugendlichen nicht nur in Mathe, sondern auch in der Allgemeinbildung und in der Rechtschreibung.


Die zurückliegenden Einschränkungen in der Corona-Pandemie hätten die Probleme bei der Ausbildungsreife noch verschärft, so die gemeinsame Feststellung der Initiativgruppe. Umso mehr müsse man sich Gedanken machen, wie die Jugendlichen wieder auf einen guten Weg kommen.


„Diese Entwicklungen sind alarmierend. Ein weiter so in der Bildung darf es hier nicht geben“, ist sich Sarah Schweizer sicher und verweist aber auch gleichzeitig auf die gezielten Förderprogramme des zuständigen Kultusministeriums.


Auf zwei bis drei Jahre schätzt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Becker, die Lernrückstände der Schüler. 20 Prozent der Kinder würden nicht die Mindeststandards erreichen. Das Problem beginne schon mit mangelnden Fähigkeiten bei der Einschulung, zum Beispiel durch fehlende Deutschkenntnisse. Die Landtagsabgeordnete Sarah Schweizer machte deutlich, dass die Ausbildungsreife eine große Herausforderung darstelle, weshalb es wichtig sei, in der Diskussion auch den Blick aus der Praxis mit einzubeziehen. „Ich begrüße es, wenn sich der Initiativkreis zeitnah wieder trifft und weitere Ideen und Vorschläge zur Verbesserung der Situation einbringt“, so Schweizer.

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