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Finanzausschuss berät über Impfungen und Tests

Corona-Impfungen in Baden-Württemberg kosten über eine Milliarde Euro


Die Kosten für Impfungen gegen das Corona-Virus belaufen sich in Baden-Württemberg im Jahr 2021 auf rund eine Milliarde Euro. Das wurde in der Sitzung des Finanzausschusses des Landtags am Donnerstag, 20. Januar 2022, bekannt, wie die stellvertretende Ausschussvorsitzende Sarah Schweizer (CDU) mitteilte. Neben den Kosten für Impfungen informierte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) das Gremium auch über die Zahl der Testungen. Zudem genehmigte das Gremium die geplanten Kosten für mehrere Millionen zusätzliche Corona-Tests in Schulen und Kindergärten.


Nach Angaben von Sarah Schweizer dankte das Gremium allen Beteiligten bei der Umsetzung der Impfkampagne für deren großes Engagement. Neue Entwicklungen, geänderte Empfehlungen und der Aufbau einer Impfinfrastruktur hätten das Land vor große Herausforderungen gestellt, sagte die stellvertretende Vorsitzende.


Minister Lucha habe ausgeführt, dass der Schutz vor Omikron eine zeitnahe

Boosterung notwendig mache, möglicherweise auch in Form einer vierten Impfung, die einen an die neue Variante angepassten Wirkstoff enthalte. Wie hoch die Kosten für die Impfkampagne im Jahr 2022 sein werden, konnte Minister Lucha nicht sagen. Dies hänge vom weiteren Verlauf der Impfungen ab. Lucha habe ausgeführt, dass der Bund rückwirkend die Hälfe der Kosten für die Impfkampagne übernehme. Diese anteilige Finanzierung sei bis Ende 2022 gesichert.


Neben den Kosten für Impfungen befasste sich das Gremium auch mit der Teststrategie in Baden-Württemberg. „Der Finanzausschuss stimmte einer vom

Finanzministerium beantragten Mehrausgabe in Höhe von 26,2 Millionen Euro für die Verstärkung von Testungen von Schülerinnen und Schülern sowie Personal in Schulen, Kindergärten und der Kindertagespflege im Januar und Februar 2022 einstimmig zu“, sagte Sarah Schweizer. Aufgrund der vom Ministerrat Anfang Januar beschlossenen Änderung der Teststrategie bis zum Beginn der Faschingsferien 2022 ergebe sich bis dahin ein Gesamtbedarf an rund 41 Millionen Testungen. Das seien etwa 11,9 Millionen Tests mehr als noch Ende des vergangenen Jahres vorgesehen. Die Kosten für die Beschaffung von Tests durch das Land sowie die Kostenerstattung an Kommunen für den Kauf von Selbsttests und die Durchführung von PCR-Tests beliefen sich auf rund 26,2 Millionen Euro.


Im vergangenen Jahr habe das Land rund 100 Millionen Schnelltests zur Verfügung gestellt, davon 95 Millionen für Schulen. Derzeit könnten wöchentlich rund 5,5 Millionen Testungen durchgeführt werden.


Quelle: Landtag von Baden-Württemberg