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CRISPR/Cas im Fokus des Beirats für Innovation und Digitalisierung

Im Rahmen seiner aktuellen Sitzung hat sich der Beirat Innovation und Digitalisierung der CDU-Landtagsfraktion mit innovativen Pflanzenschutzmitteln und dem Einsatz neuer Züchtungstechniken wie CRISPR/Cas beschäftigt. Gerade angesichts des Klimawandels, der Wassermangel, Extremwetter, neue Krankheiten und Schädlinge mit sich bringt, können mit Hilfe dieser Innovationen Pflanzen widerstandsfähiger gegen Hitze oder Schädlinge werden und so zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit beitragen.


Experten zeigen Chancen von innovativen Züchtungstechniken auf


Im Mittelpunkt der Beiratssitzung standen der Austausch und die Diskussion mit namhaften Experten. Professor Dr. Holger Puchta, Institutsleiter des Joseph Gottlieb Kölreuter Instituts für Pflanzenwissenschaften (JKIP) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Dr. Dominik Modrzejewski, Referent beim Landesbauernverband in Baden-Württemberg e. V., skizzierten die Chancen und Möglichkeiten der CRISPR/Cas-Methode. Damit können gezielt Gene in der Pflanzen-DNA aufgespürt und ähnlich wie bei einer Textkorrektur bearbeitet werden. Mit dieser auch als Genschere bezeichneten Methode können Eigenschaften deutlich schneller verändert werden als durch gezielte Züchtung. Allerdings wird – anders als bei der klassischen Gentechnik – keine artfremde DNA eingebracht.

Damit ist es beispielsweise möglich Pflanzen anzubauen, die mit weniger Wasser auskommen, als Beitrag zum Pflanzenschutz Weizen gegen Mehltaubefall resistent zu machen oder bei Weintrauben Toleranz gegen Grauschimmelfäule zu entwickeln. Joachim Kölz, Vorstandsvorsitzender der Felsengartenkellerei Besigheim eG, schilderte aus seiner täglichen, praktischen Erfahrung die Vorteile pilzresistenter Rebsorten gerade im Steillagenweinbau. Hier steigt der Aufwand zur Bewirtschaftung besonders aufgrund der sich verändernden klimatischen Bedingungen stetig. Martin Ries, Referatsleiter im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, machte in seinem Vortrag vor allem auf die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Debatte über diese Technologien aufmerksam.


Schweizer und Mayr sehen Handlungs- und Diskussionsbedarf


„Die Debatte in der heutigen Beiratssitzung hat gezeigt, dass der Bedarf einer offenen Diskussion über Möglichkeiten, aber auch Grenzen eines Einsatzes dieser Genschere enorm ist“, so die Beiratsvorsitzende Sarah Schweizer MdL. Diese Debatte sei essentiell, da die CRISPR/Cas-Methode in Ländern wie den USA, Australien oder Kanada bereits uneingeschränkt erlaubt ist. Hingegen stufte der Europäischen Gerichtshof in einer Entscheidung, das auf Grundlage einer Verordnung vom Beginn der 2000er-Jahre erging, die CRISPR/Cas-Methode als Gentechnik ein. Diese Entscheidung zeigt den Handlungsbedarf deutlich auf. Denn zum Zeitpunkt des Erlasses der Verordnung waren Instrumente wie CRISPR/Cas noch ein ferner Traum. Angesichts der Klimakrise müsse Europa künftig technologieoffener agieren, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, machte der Beiratsvorsitzende Ansgar Mayr MdL abschließend deutlich.

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