Heute habe ich mich im digitalen Gespräch mit Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid und Geschäftsführer Alexander Gonzalez über die aktuelle Lage des Handwerks im Landkreis unterhalten. Sie berichteten mir, dass sie mit Sorgen ins neue Jahr blicken, da aktuell Aufträge fehlen. Das Jahr 2020 sei noch recht gut gelaufen und die Aufträge hätten nach und nach abgearbeitet können. Da Corona bedingt vor allem Eigentümerversammlungen nicht stattfinden konnten, fehlten nun die Anschlussaufträge für das kommende Jahr. Ein weiteres Problem das sich in unserem Gespräch herauskristallisiert hat, war das Problem ineffizienter Bürokratie. Wir sind uns einig, das es einen Abbau der Bürokratie geben muss. Des weiteren machen sich Herr Schmid und Herr Gonzalez auch über die Entwicklung der Lohnnebenkosten, die im Handwerk mit bis zu 90 Prozent deutlich höher lägen als bei Arbeitskräften in der Autoindustrie, sorgen. Ich bin froh, dass beide mein Anliegen unterstützen, bei dem wir es schaffen wollen, dass Gründer im Kreis Göppingen an einem
Tag alles für die Gründung ihres Unternehmens Notwendige
erledigen können. So kann sich der Kreis im Wettbewerb um die besten Köpfe Standortvorteile verschaffen und vor allem jungen Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern.
Ein weiteres großes Thema in unserem Gespräch, war die Lockerung der Meisterpflicht im Handwerk und deren Folgen. Man war froh, dass dieser Ansatz verworfen wird und der Meisterbrief in 53 Gewerken wieder Pflicht ist.
Ebenso interessant war das Konzept, des neuen "Haus des Handwerks" in Göppingen. Es soll im neune Jahr in der Stuttgarter Straße fertiggestellt werden. Ich bin beeindruckt wieviel Engagement die Kreishandwerkerschaft für solche Projekte zeigt. Neben dem Haus des Handwerks besteht auch das Projekt des NwT-Bildungshaus. Ich habe versprochen, dass ich mich für einen Besuch von CDU-Kultusministerin Susanne Eisenmann stark mache. So bekommen die Projekte die ihnen gebührende Anerkennung.
Zum Schluss haben wir uns noch über die Transformation in der Automobilindustrie unterhalten. Ein besonderes Anliegen des Handwerks ist, dass die Transformation ohne radikale Einschnitte vollzogen wird, da sonst in kurzer Zeit viele Arbeitsplätze im Filstal verloren gehen. Das wäre für das Handwerk ein herber Schlag.

Ich bin froh über den so aufschlussreichen Austausch und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.

« Telefonsprechstunde Eisenmann will´s wissen »